Mittwoch, 7. November 2018

Bilder sagen mehr als tausend Worte

In meinem letzten Beitrag habe ich von meinem Globusgefühl im Hals berichtet und wie es mich einfach wahnsinnig gemacht hat. Ich konnte an nichts anderes mehr denken und somit habe ich auch permanent dieses blöde Gefühl gehabt.

Das MRT ließ zum Glück nicht lange auf sich warten und schon die Tage davor habe ich bemerkt, dass ich deutlich ruhiger wurde. Ich machte mir zwischenzeitlich sogar Vorwürfe, dass ich jetzt ein wertvolles MRT in Anspruch nehme, obwohl ich tief in mir drinnen weiß, dass alles in Ordnung ist. Egal. Offensichtlich weiß ich es doch nicht so ganz sicher, sonst würde mein Psyche mir nicht solche Streiche spielen.

Bevor ich ins MRT ging hat mich noch ein Radiologe abgefangen, der mir mitteilte, dass er aufgrund meiner Vorgeschichte lieber Kontrastmittel spritzen möchte, obwohl dies eigentlich nicht vorgesehen war. Im MRT lag ich möglichst entspannt. Ich habe ruhig vor mich hingeatmet und war einfach nur im Hier und Jetzt. Das habe ich die letzten Jahre und Monate zum Glück gelernt.

Nach dem MRT haben mein Mann und ich noch auf ein Gespräch mit dem Radiologen gewartet, denn ohne einen "Befund" nach Hause zu fahren wäre absolut sinnlos gewesen. Der Radiologe hat mir mitgeteilt, dass am Hals keine Auffälligkeiten zu sehen sind. Außer natürlich die beiden Knoten an der Schilddrüse, von denen ich bereits wusste. Puh. Erleichterung! Aber.... er hat noch einen Lymphknoten unterm Schlüsselbein erwähnt, der zwar absolut unauffällig sei, aber den ich aufgrund des Lymphoms besser beobachten und mit älteren Bildern vergleichen soll. Und diese Aussage hat mich für einige Momente wieder in Schrecken versetzt. Auch, wenn der Radiologe betont hat, dass es keinen Grund zur Sorge gibt (das hat kurz vor der Krebsdiagnose schließlich schon mal ein Arzt zu mir gesagt...), war ich beunruhigt. Wieso erwähnt er es überhaupt, wenn es so unauffällig ist?

Die nächsten zwei Tage habe ich viel darüber nachgedacht und mit meinem Mann darüber gesprochen. Und ich wurde ruhiger. Gelassener. Mir geht es gut und ich bin sicher, dass dieser Lymphknoten einfach dahin gehört. Sie wie viele tausend andere Lymphknoten in meinem Körper auch. Der eine ist kleiner, der andere ist größer. Und da ich in dem Moment ohnehin nichts daran ändern konnte, akzeptierte ich es.

Ich muss vermutlich nicht erwähnen, dass es mir ein paar Tage nach dem MRT wieder vollkommen gut ging. Jegliches Enge- oder Druckgefühl im Hals war verschwunden. Dennoch merke ich auch jetzt, Wochen danach ein immer mal wieder erscheinendes Enge- und Druckgefühl. Allerdings immer nur in bestimmten Situationen: in Stresssituationen!

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