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Samstag, 23. Juli 2016

Mein Wochenziel: mehr Bewegung

Langsam aber sicher merke ich, wie meine guten Vorsätze und meine Bemühungen auf mich zu achten weniger werden. Deutlich weniger. Ich bemerke das schon etwas länger, ich nehme es auch bewusst wahr, aber ich ändere nicht viel daran. Der Alltag kann doch anstrengender sein als gedacht. Dass ich momentan keinen Sport mache, die Meditation weniger wird und auch das gesunde Essen nicht immer Vorrang hat, belastet mich. Ich weiß nämlich, dass ich auf diese Dinge achten sollte, um gesund zu werden. Ich merke auch, dass mir meine aktuelle Situation nicht gut tut.

Daher möchte ich wieder aktiv an mir arbeiten. Ich möchte, dass ich wieder etwas Struktur und Ruhe in meinen Alltag bringe. Dazu habe ich mir vorgenommen, jede Woche einen kleinen Schritt mehr in die richtige Richtung zu machen.

Mein Bewegungsziel für die nächste Woche:
3 Sporteinheiten und mindestens 3 mal ein Spaziergang an der frischen Luft

Ansonsten geht es mir körperlich wieder recht gut. Die Sorgen und Symptome der letzten Wochen sind verflogen und ich bin wieder etwas beruhigter. Meine nächste große Nachsorge rückt auch immer näher und ich freue mich insofern drauf, als das ich danach die Gewissheit habe, dass alles in Ordnung ist. Aber ein bisschen Bammel hat man wohl trotzdem bei jeder Nachsorge...

Ich wünsche euch nach dem gestrigen tragischen und beunruhigenden Ereignis in München ein möglichst friedliches Wochenende.

Donnerstag, 30. Juni 2016

Meine drei Säulen zu mehr Gesundheit

Nachdem die Krebstherapie aus medizinischer Sicht abgeschlossen ist, habe ich umso mehr das Bedürfnis selbst etwas für meine Gesundheit zu tun. Einfach nur still sitzen und abwarten, ob der Krebs wieder kommt oder nicht, das macht mich verrückt. Ich möchte aktiv etwas dafür tun, um gesund zu bleiben. 

Meine drei Säulen für mehr Gesundheit bilden an dieser Stelle die Basis.

Achtsamkeit gewinnt in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung. Ein Termin jagt den nächsten. Wir sind immer und überall erreichbar. Aber erleben wir den Moment bewusst? Nehmen wir das Hier und Jetzt wirklich wahr? Die meiste Zeit hetzen wir durch unser Leben und denken über die Vergangenheit oder die Zukunft nach. Aber das Leben passiert im Hier und Jetzt. Und mit dieser leider so vernachlässigten Gegenwart beschäftigt sich die Achtsamkeit. In den letzten Wochen und Tagen habe ich begonnen diese Säule Stück für Stück zu planen und zu errichten und ich möchte euch in der nächsten Zeit gerne mehr darüber berichten. 

Bewegung ist eine der wichtigsten Maßnahmen, die ich selbst ergreifen kann, um das Rückfallrisiko bewiesener Maßen zu minimieren. Aber das Sport gut für den Körper ist, das wusste ich natürlich auch schon vor der Krebserkrankung. Was ich damit sagen möchte ist, dass ich jetzt nicht nur gegen meinen inneren Schweinehund ankämpfen muss, sondern auch noch gegen den Krebs. Auch wenn es mir aktuell sehr schwer fällt, mich zum Sport zu motivieren, so weiß ich, dass er dennoch ein fester Bestandteil meines Lebens und eine Säule zu mehr Gesundheit sein werden soll. 

Ernährung ist ein Thema, das mich schon seit einigen Jahren beschäftigt. Der Grund dafür waren ein Kilo hier und ein Kilo da zu viel auf den Hüften. Heute bin ich noch mehr davon überzeugt, dass die Ernährung eine sehr wichtige Rolle spielt, wenn man den Körper gesund halten möchten. Essen stillt nämlich nicht nur den Hunger und Appetit, sondern versorgt den Körper in erster Linie mit Nährstoffen und Vitaminen ohne die der Körper nicht funktionieren kann. Daher ist es mir sehr wichtig, meinen Körper möglichst mit guten Nahrungsmitteln zu versorgen, wobei der Genuss aber natürlich nicht auf der Strecke bleiben darf. Ich werde euch in nächster Zeit mehr über meine Prinzipien berichten und vor allem auch leckere Rezepte mit euch teilen. 

Freitag, 18. März 2016

Mein erstes Ausdauertraining seit der Erkrankung

Tag 1 in der JER in Bad Oexen. Mein Programm war heute noch nicht allzu vollgepackt mit Anwendungen, sodass sehr viel Freizeit zwischendurch war. Dadurch zog sich der Tag zwar etwas, aber immerhin konnte ich unsere Gruppe dadurch besser kennenlernen, da man zwischen den Anwendungen oft in der Lobby am Quatschen ist.

Begonnen hat mein erster Tag garnicht gut, nämlich mit einer Blutabnahme um 7:30 Uhr. An diese Uhrzeit muss ich mich erst wieder gewöhnen! Danach ging es zum Frühstück und während andere aus der Gruppe schon die ein oder andere Anwendung hatten, ging es bei mir erst um 11 Uhr los. 

Mein erster Programmpunkt war die Einweisung ins Nordic Walking. Der Arzt hatte mich ganz vorsichtig gefragt, ob ich Nordic Walking mal ausprobieren möchte. Klar... warum nicht. Wenn es nichts ist, dann kann ich die Stöcke einfach wieder abgeben.

Ansonsten gab es heute eine Begrüßung durch die Psychologin und eine sogenannte "Ordnungstherapie". Wir saßen alle, wie in der Uni, in einem Hörsaal und haben einer Dame gelauscht, die uns einen Vortrag über die sechs wichtigen Säulen eines ausgeglichenen Lebensstils gehalten hat. Insgesamt war der Vortrag recht oberflächlich und somit, zumindest für mich,  nicht besonders effektiv.

Tja und dann ging es endlich an mein erstes Ausdauertraining. Seit der Diagnose habe ich keinen Sport mehr gemacht und daher habe ich mich da auch echt drauf gefreut. Für den Anfang durfte ich heute 20 Minuten auf den Crosstrainer. Und was soll ich sagen... es hat echt wieder Spaß gemacht!

Und jetzt muss ich auch schon wieder aufhören zu schreiben, denn wir backen gleich Pizza. Das ist auch gut so, denn ich habe mega Hunger!!