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Freitag, 16. September 2016

Fabulous - eine tolle App



Die Morgenroutine ist, wie der Name schon sagt, eine sich täglich wiederholende Abfolge von Dingen, die dir gut tun. Viele Nutzen den Morgen für eine kleine Sporteinheit, zum Lesen oder einfach für ein gemütliches Frühstück. Die meisten starten schon gestresst in den Tag: viel zu spät aufstehen, duschen, Zähne putzen, schnell eine Kaffee mit ins Auto nehmen und im Büro vor dem Bildschirm das Frühstück herunter schlingen. Stress eben. Und wenn der Tag schon so beginnt, dann wird er auch mit Sicherheit so weitergehen. Die Morgenroutine soll uns hingegen schon direkt mit dem Aufstehen positiv stimmen. Wenn wir uns morgens etwas Gutes tun, dankbar und zufrieden sind, dann wird auch der Rest des Tages fabelhaft.

Cover artSchon seit ein paar Wochen versuche ich eine Morgenroutine für mich zu entwickeln, um den Tag mit mehr Energie und Freude zu beginnen. Schon wenn ich die Augen morgens öffne, fühle ich mich müde und unmotiviert. Eigentlich kenne ich das nicht von mir. Vor der Erkrankung war ich ein Morgenmensch. Ich bin sehr früh aufgestanden, war direkt hellwach und bin früh im Büro gewesen. Heute möchte ich deutlich länger schlafen und auch die Power fehlt mir.

Im Urlaub habe ich dann eine tolle App für mein Smartphone entdeckt. Sie nennt sich "Fabulous" und bisher kann ich nur sagen, dass der Name Programm ist. Die App hilft mir Stück für Stück eine geeignete Morgenroutine zu entwickeln. Es gibt tolle Tipps, motivierende Geschichten und zur Not auch einen Tritt in den Hintern. Ich nutze die App zwar erst seit zwei Wochen, aber bisher bin ich total zufrieden und ich bin ganz sicher, dass die App in der nächsten Zeit noch viel zu bieten hat. 

In den letzten zwei Wochen habe ich den Tag z.B. mit einem großen Glas Wasser begonnen. Dann habe ich ein gesundes Frühstück vorbereitet und seit ein paar Tagen sogar eine kleine Sporteinheit in meine Morgenroutine integriert. An den letzten Tagen war ich morgens sogar 20 Minten draußen joggen. Und weißt du was? Es tat so gut! Und ich habe noch viele schöne Ideen im Kopf, die ich ausprobieren möchte. Ich werde berichten.

Hier ist auch ein toller Beitrag von meiner Lieblingsbloggerin Kristin von EAT TRAIN LOVE zu diesem Thema. Schaut mal rein, es ist ein toller Artikel.

Montag, 18. Juli 2016

Das Meer genießen


Ich liebe das Meer. Es hat etwas so beruhigendes an sich. Wenn ich das Meer sehe, dann bin ich glücklich. Und wenn ich darin schwimmen und mich von den Wellen treiben lassen kann, dann bin ich zufrieden.

Am Wochenende war ich mit meinen allerbesten Freunden an der Nordsee. Es war ein so entspanntes und befreiendes Gefühl unter all diesen mir so vertrauten Menschen ein paar Tage Auszeit am Meer zu machen. Ich habe es richtig genossen und wäre gerne noch länger geblieben.

Es gab so viele Momente, die ich in genau diesem Augenblick auch wirklich genossen und bewusst erlebt habe. Ich bin mir noch nicht sicher, ob die Krankheit der Auslöser ist, dass ich vieles bewusster erlebe und genieße oder, ob vielleicht das Erlernen der Achtsamkeit mit Hilfe des Buches "Gesund durch Meditation" dazu beiträgt. Vermutlich ist es eine Mischung aus beidem und ich kann jedem von euch nur empfehlen, jeden Augenblick bewusst zu genießen und zu erleben. Vor allem die schönen Augenblicke im Leben sind so wertvoll und es ist so wunderbar, wenn ich das auch in genau jenem Augenblick spüren kann.

Ich wünsche euch allen einen wunderbaren Abend.

Samstag, 9. Juli 2016

Meine erste Morgenmeditation

Am einen Tag denken wir "manchmal ist alles einfach nur sch****" und am nächsten Tag sind die negativen Gedanken wieder verflogen. Oft sind es Kleinigkeiten, die plötzlich alles ins Wanken bringen, aber manchmal da kracht über uns wirklich alles zusammen.

Es ist neun Uhr am einem wunderbaren Samstagmorgen. Als ich vor einer Stunde in meinem warmen und kuscheligen Bett aufgewacht bin, wollte ich zunächst noch zwei Stündchen weiter schlafen. Aber etwas in mir wurde unruhig, ich wollte raus an die frische Luft, ich wollte meditieren. Ich wollte den Tag beginnen!

Also ging ich raus und machte im Garten eine kurze Morgenmeditation. Ich habe das erste Mal draußen an der frischen Luft meditiert. Es fühlt sich herrlich an! Die Vögel zwitschern, die Sonne lacht vom Himmel, ich spüre wie die frische Luft durch meinen Körper strömt. Ich habe richtig gemerkt, wie mein Körper Energie tankt für den neuen Tag.

Danach war ich gestärkt für den Tag. Na ja... noch nicht ganz. Mein Frühstück fehlte noch und das steht gerade vor mir:  eine Scheibe Vollkornbrot mit frischer Avocado. Zur Zeit mein absolutes Lieblingsfrühstück!

Wie ihr vielleicht merkt ist seit meinem letzten Eintrag, der voll Sorge und Unruhe war etwas passiert. Vielleicht sind meine Gedanken endlich zur Ruhe gekommen und haben somit auch meinen Körper beruhigt. Es ist immer wieder erstaunlich, welche Kraft meine Gedanken auf meinen Körper haben. Als ich die letzten Tage so starke Rezidivangst hatte, kamen täglich neue Symptome hinzu. Vermutlich alles Teil meiner Gedankenkraft.

Gestern habe ich dann einen völlig entspannen Tag genossen. Ich habe wirklich gemerkt, wie ich von Stunde zu Stunde mehr innere Ruhe und Ausgeglichenheit fand. Es klingt vielleicht verrückt, aber ich habe mich wirklich friedlich gefühlt. In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen wunderbaren Samstag voll Ruhe und Kraft.

Dienstag, 5. Juli 2016

Ich gehe lieber mal zum Arzt...

Krebspatienten reagieren gerade in der ersten Zeit nach der Therapie sehr empfindlich auf Signale der Körpers. Hier ein Zwicken, da ein Husten. Schmerzen im Rücken, Probleme mit dem Kreislauf. Alles lässt einen besonders aufmerksam werden. Und vor allem wieder auftretende Symptome, die man auch vor der Krebsdiagnose hatte, lassen einen geradezu wahnsinnig werden.

Auch ich bin da keine Ausnahme. Nachdem ich nun seit ca. 10 Tagen das Gefühl habe, dass sich mein Brustkorb so eng anfühlt und auch öfter mal ein leichter Hustenreiz sowie Kurzatmigkeit zu bemerken sind, konnte ich das Gefühl, dass etwas nicht stimmen könnte, nicht länger unterdrücken. Daher habe ich heute in der Uniklinik angerufen und meine Symptome und Sorgen geschildert. Ich wurde etwas beruhigt und aufgefordert zunächst zum Hausarzt zu gehen, da meine nächste Nachsorge ohnehin in drei Wochen bevor steht.

Meine Hausärztin war sehr verständnisvoll und hat mir gut zugeredet, dass mein Verhalten normal und vollkommen in Ordnung sei. Lieber gehe ich einmal mehr zum Arzt als einmal zu wenig. Nach ein paar netten Worten und guten Ratschlägen wurde ein EKG gemacht und ich wurde kurz abgetastet. Alles in Ordnung. Wir werden die Tage zudem noch einen Lungenfunktionstest machen und dann sollten meine Bedenken hoffentlich verflogen sein.

Der Besuch beim Arzt hat mir daher wirklich gut getan und ich kann nur empfehlen auf den Körper zu achten. Unser Körper selbst weiß am besten was er braucht und wenn wir lernen ihn zu verstehen, dann sind wir auf einem guten Weg. Auch hier spielt wieder das Thema "Achtsamkeit" eine große Rolle. 

Donnerstag, 30. Juni 2016

Meine drei Säulen zu mehr Gesundheit

Nachdem die Krebstherapie aus medizinischer Sicht abgeschlossen ist, habe ich umso mehr das Bedürfnis selbst etwas für meine Gesundheit zu tun. Einfach nur still sitzen und abwarten, ob der Krebs wieder kommt oder nicht, das macht mich verrückt. Ich möchte aktiv etwas dafür tun, um gesund zu bleiben. 

Meine drei Säulen für mehr Gesundheit bilden an dieser Stelle die Basis.

Achtsamkeit gewinnt in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung. Ein Termin jagt den nächsten. Wir sind immer und überall erreichbar. Aber erleben wir den Moment bewusst? Nehmen wir das Hier und Jetzt wirklich wahr? Die meiste Zeit hetzen wir durch unser Leben und denken über die Vergangenheit oder die Zukunft nach. Aber das Leben passiert im Hier und Jetzt. Und mit dieser leider so vernachlässigten Gegenwart beschäftigt sich die Achtsamkeit. In den letzten Wochen und Tagen habe ich begonnen diese Säule Stück für Stück zu planen und zu errichten und ich möchte euch in der nächsten Zeit gerne mehr darüber berichten. 

Bewegung ist eine der wichtigsten Maßnahmen, die ich selbst ergreifen kann, um das Rückfallrisiko bewiesener Maßen zu minimieren. Aber das Sport gut für den Körper ist, das wusste ich natürlich auch schon vor der Krebserkrankung. Was ich damit sagen möchte ist, dass ich jetzt nicht nur gegen meinen inneren Schweinehund ankämpfen muss, sondern auch noch gegen den Krebs. Auch wenn es mir aktuell sehr schwer fällt, mich zum Sport zu motivieren, so weiß ich, dass er dennoch ein fester Bestandteil meines Lebens und eine Säule zu mehr Gesundheit sein werden soll. 

Ernährung ist ein Thema, das mich schon seit einigen Jahren beschäftigt. Der Grund dafür waren ein Kilo hier und ein Kilo da zu viel auf den Hüften. Heute bin ich noch mehr davon überzeugt, dass die Ernährung eine sehr wichtige Rolle spielt, wenn man den Körper gesund halten möchten. Essen stillt nämlich nicht nur den Hunger und Appetit, sondern versorgt den Körper in erster Linie mit Nährstoffen und Vitaminen ohne die der Körper nicht funktionieren kann. Daher ist es mir sehr wichtig, meinen Körper möglichst mit guten Nahrungsmitteln zu versorgen, wobei der Genuss aber natürlich nicht auf der Strecke bleiben darf. Ich werde euch in nächster Zeit mehr über meine Prinzipien berichten und vor allem auch leckere Rezepte mit euch teilen.